deutsch
zurück

1. Wer wird Bereichsleiter (Management-Audit)?

Die Ausgangssituation
Der Bereichsleiter IT eines mittelständischen Weltmarktführers der Automobilzulieferbranche plante, sich innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre zurückzuziehen, und wollte daher folgende Fragen mit seinen Abteilungsleitern beantworten:

    Wer zeigt Potenzial zur Nachfolge?
    Wer zeigt darüber hinaus den Willen zur Nachfolge?
    Muss unter Umständen frühzeitig extern gesucht werden?

Aufgrund seiner langjährigen Zusammenarbeit mit den möglichen Kandidaten lag ihm an einem „unverstellten externen“ Blick auf die Kollegen, um die eigene Einschätzung kritisch zu hinterfragen. Die gute Zusammenarbeit sollte dabei nicht gefährdet werden.


Das haben wir gemacht
Schon vor der eigentlichen Arbeit wurde die Entscheidung für ein Audit an alle Beteiligten kommuniziert, um Transparenz zu schaffen und Irritationen zu vermeiden. Lange diskutiert wurde die Bedeutung eines möglicherweise „kritischen Ergebnisses“ für die weitere persönliche Karriere im Hause. Hier gab die eindeutige Positionierung des Bereichsleiters für eine weitere Unterstützung - „egal wie das Audit ausfällt“ - den betroffenen Mitarbeitern Sicherheit.

Dann erst wurden die aktuellen und vor allem künftigen Anforderungen des Unternehmens an den Bereichsleiter IT präzisiert. Angesichts der angestrebten strategischen Positionierung des Hauses wurde vor allem auf folgende Kompetenzen geachtet:

- bereichsübergreifende Zusammenarbeit
- interkultureller Umgang
- strategisch-unternehmerisches Handeln
- Selbstorganisation

Das ganztägige Audit umfasste neben mehreren Interviewparts eine Fallstudie, Gesprächssimulationen und Präsentationssituationen.


Das Ergebnis
Ein Potenzialträger wurde erkannt. Der „worst case“, d. h. eine negative Potenzialaussage für alle Teilnehmer, trat nicht ein.

Für das Unternehmen ist somit eine klare Nachfolgeplanung möglich geworden: Der betreffende Abteilungsleiter wird nun gezielt aufgebaut. „Verlierer“-Gefühlen und späteren „Grabenkämpfen“ zwischen den Abteilungsleitern wird durch maßgeschneiderte Karrierewege und Unterstützung vorgebeugt.

Die positive Entwicklung des IT-Bereiches hängt jetzt stark vom kooperativen Umgang des „erklärten“ Nachfolgers mit seinen Kollegen ab. Mit diesem sind schnelle Feedbackschleifen hinsichtlich seines Auftrittes im Bereich vereinbart.


 nach oben

 zurück zur Übersicht

HRD-Jubiläum

- Es war ein schönes Fest ...

© Beratergruppe HRD-Hamburg, 2009